engagiert von Anfang an

CDU-Fraktion würdigte Ehrenamt von 70 Thüringern

Die CDU-Landtagsfraktion ehrte am Dienstag, den 20. November 2018, zum 16. Mal Bürger und Bürgerinnen aus allen Teilen des Freistaats für ihr ehrenamtliches
Engagement und ihre Verdienste um das Gemeinwohl. Auf Vorschlag der Mitglieder der CDU-Landtagsfraktion erhielten in diesem Jahr 70 Thüringerinnen und Thüringer ihre Auszeichnung im Erfurter Kaisersaal.

Das Rahmenprogramm der diesjährigen Auszeichnungsveranstaltung wurde vom Männerchor Judenbach gestaltet. Ihr Dirigent Klaus Mechthold erhielt im letzten Jahr eine Auszeichnung. Der stimmgewaltige Auftritt war nicht nur ein Ohrenschmaus für alle Anwesenden, sondern mit den neuen Anzügen auch eine Augenweide.

Aus dem südlichen Landkreis Sonneberg wurden heuer für ihr ehrenamtliches Engagement Renate und Gustav Luthardt aus Frankenblick sowie Renate Kramß aus
Föritztal ausgezeichnet. Sie wurden von der Sonneberger Landtagsabgeordneten Beate Meißner vorgeschlagen. „Alljährlich freue ich mich auf diese besondere Veranstaltung. In meinem Wahlkreis gibt es sehr viel engagierte Ehrenamtler, die diese Auszeichnung verdient haben. Unter ihnen nur zwei auszuwählen ist daher nicht leicht.“

Die Eheleute Luthardt sind eine Einheit und wurden deshalb auch zusammen geehrt. Allgemein sind sie als heimatverbundene Frohnaturen mit Liebe zum Naturwerkstoff Holz bekannt. Unverwechselbar ihre Perücken aus Holzlocken, mit denen sie thüringenweit unseren wunderbar urigen fränkischen Dialekt zum Besten geben. Auf Hoffesten, Museums- und Heimatabenden, Schulveranstaltungen und weiteren unzähligen kulturellen Veranstaltungen in Thüringen und darüber hinaus sind die beiden Sympathieträger sehr gern gesehene Gäste und ihr Mitmach-Stand ist stets ein Publikumsmagnet. Seit 1980 ist Gustav Luthardt im Arbeitskreis Mundart Südthüringen engagiert und in seiner Schreibstube sind schon viele Geschichten, Gedichte und Liedtexte in Mundart entstanden und veröffentlicht worden. Sie sind geprägt vom täglichen Leben, gespickt mit viel Humor und beliebt bei Alt und Jung.

Renate Kramß widmet sich seit über 12 Jahren Menschen mit Demenz. Sie wertzuschätzen und auch ihre Angehörigen im alltäglichen Leben zu begleiten ist der Leiterin der Selbsthilfegruppe für an Demenz Erkrankte Renate Kramß eine
Herzensangelegenheit. Ein liebevoller Blickkontakt, ein stiller Händedruck aber auch Erinnerungspflege, Vorlesen oder ein Spaziergang in der Natur gehören bei ihr zur Selbstverständlichkeit und sind für die Betroffenen von unschätzbarem Wert. Für den individuellen professionellen Umgang mit Menschen dieses Krankheitsbildes besuchte Frau Kramß viele Qualifikationen und unterstützt die Familien bei der Zusammenarbeit mit Pflegekassen oder dem Kranken selbst. Dem nicht genug hat sich Frau Kramß einem weiteren sensiblen Bereich – dem ambulanten Hospizdienst verschrieben. Der größte Wunsch vieler Sterbender ist, zu Hause sterben zu dürfen. Ihnen diesen letzten Willen zu erfüllen, für sie da zu sein und damit den Betroffenen, den Angehörigen und den behandelnden Ärzten Entlastung zu bieten, hat sich Frau Kramß zur Aufgabe gemacht. So viel gelebte Mitmenschlichkeit ist aller Ehren wert.

25.11.2018

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