engagiert von Anfang an

CDU zeichnet Ehrenamtliche aus – auch nachträglich

Wie jedes Jahr, wollte die CDU-Landtagsfraktion auch im Jahr 2020 ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger aus ganz Thüringen feierlich im Kaisersaal in Erfurt auszeichnen. Traditionell darf dazu jedes Fraktionsmitglied zwei Ehrenamtliche aus seinem Wahlkreis benennen. Doch auch hier machte Corona einen Strich durch die Rechnung und die Auszeichnungsveranstaltung musste ausfallen. Diese Ehrung holte die Landtagsabgeordnete Beate Meißner für die beiden von ihr vorgeschlagenen nun kürzlich nach.

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung auf dem Sonneberger Schlossberg übergab sie mit den beiden Bundestagsabgeordneten Kristina Nordt und Christian Hirte, gleichzeitig Landesvorsitzender der CDU Thüringen, die Ehrenmedaille, Urkunde und einen Restaurantgutschein an Elke Zimmermann und Moritz Bauer. „Gerade in jungen Jahren ist ehrenamtliches Engagement nicht selbstverständlich. Deswegen hoffe ich, dass die Ehrung gerade für diese beiden nicht nur Dank, sondern auch Motivation ist, sich weiter für die Gesellschaft zu engagieren“ zeigt sich die Sonneberger Wahlkreisabgeordnete optimistisch.

 

Laudatio Elke Zimmermann

Eigeninitiative und Ehrenamt sind für die Wahl-Sonnebergerin keine Fremdwörter, sondern gelebte Realität. Ihr Credo, „Es ist ganz einfach, man muss es nur tun!“, ist nicht nur daher gesagt, sondern bezeichnet ihre Lebenseinstellung in vielerlei Hinsicht. Elke Zimmermann hat sich mit Leib und Seele dem Fußball verschrieben. Ob als Schiedsrichterin in der Kreisoberliga, Spielerin in Thüringens Verbandsliga oder jahrelange Trainerin der zweiten Frauenmannschaft – Elke Zimmermann kann und macht alles mit Herzblut. Sie ist ein Allrounder und ein absoluter Gewinn für ihren Verein.

Auch in der coronabedingten fußballfreien Zeit war es ihr fremd nur daheim zu bleiben und abzuwarten. Binnen kürzester Zeit erkannte sie die Notlage vieler und stellte in Eigeninitiative das Hilfsnetzwerk „Sonneberger helfen Sonnebergern“ auf die Beine. Über die sozialen Netzwerke und Zettel zum Abreißen mit ihrer Handynummer fand sie binnen kürzester Zeit viele Helfer und auch Hilfesuchende. Die Fußballerin machte innerhalb weniger Stunden aus dem Ich ein Wir, und begeisterte auch ihre Vereinskolleginnen und –kollegen. Die Bandbreite der Hilfsangebote war groß. Unter sorgfältiger Einhaltung der Hygieneregeln wurde vor allem für ältere aber auch kranke Mitmenschen eingekauft, es wurden Medikamente in der Apotheke besorgt oder Geburtstagsgrüße und Geschenke der Familie übermittelt. Neben diesen Tätigkeiten blieb trotz der vielen Arbeit immer Zeit für ein nettes Wort, ein kleines Gespräch in ihrer aufmunternden herzlichen Art. Das hat vielen älteren Mitbürgern über die Wochen der Isolation sehr geholfen, zeugt von Mitmenschlichkeit und ist aller Ehren wert.

 

Laudatio Moritz Bauer

Tief verwurzelt in seiner Dorfgemeinde, pflicht- und traditionsbewusst, ein junger Mann, der nicht lange fragt, sondern anpackt und für das Ehrenamt brennt. Dafür steht der 20jährige Student für Kommunikations- und Medienwissenschaften Moritz Bauer.

Moritz Bauer ist überall zu finden, er ist ein Bindeglied zwischen den Vereinen im Ortsteil  Judenbach, bringt sich überall mit frischen Ideen ein und begeistert auch andere mitzumachen. Von einer Ausstellung alter Kerwagesellschafts-Fotos in der Stiftung Judenbach, bei der er auch Kuratoriumsmitglied ist, inspiriert, wurde auf seine Initiative die Kerwatradition in Judenbach wiederbelebt. Vielfältige Veranstaltungen, die das kulturelle Leben der Gemeinde bereichern, wurden seither umgesetzt. Als Beispiel kann man hier das Wiederaufleben der Kerwagesellschaft, das Parkfest, Apres-Ski-Partys und vieles mehr nennen.

Sein Herz brennt im wahrsten Sinne zudem für die Freiwillige Feuerwehr. Über die Jugendfeuerwehr ist er mittlerweile in der Einsatzabteilung der aktiven Wehr angekommen und packt auch hier engagiert mit an. Dabei scheut er sich nicht auch auf Missstände aufmerksam zu machen und den Investitionsstau bei der Feuerwehr seines Heimatdorfes anzuprangern.

Ein junger Mann, wie ihn die Gesellschaft braucht – engagiert, traditionsbewusst und doch modern, voller Liebe zu seiner Heimat, dem schönen Judenbach im Landkreis Sonneberg.

13.07.2021

Hits: 1143