engagiert von Anfang an

Kitaplatzmangel: In Neuhaus-Schierschnitz ist Lösung in Sicht

Den Ausbau der Betreuungsplätze in Kindertagesstätten voranzutreiben hat sich die Landtagsabgeordnete Beate Meißner seit Beginn ihrer Tätigkeit auf die Fahnen geschrieben. In ihrem Wahlkreis gibt es derzeit besonders in der Gemeinde Neuhaus-Schierschnitz einen Engpass. Nach vielen Gesprächen und nachdem sich Meißner an das zuständige Ministerium gewendet hat, zeichnet sich jetzt eine Lösung ab.

Zur Lösung des Problems gab es bereits Mitte Januar eine große Gesprächsrunde in der Kindertagesstätte „Wurzelzwerge“ mit Vertretern des Landratsamts Sonneberg, des Trägers DRK und der Bauamtsleiterin der Gemeinde. Auch im Rahmen des Bürgermeistergesprächs mit Andreas Meusel im März war der Kita-Ausbau das wichtigste Thema. Mitte Mai gab es einen erneuten Hilferuf des Bürgermeisters.

Kindergarten Effelder

Bei der Schaffung neuer Kitaplätze in Neuhaus-Schierschnitz ist in erster Linie die zeitnahe Bereitstellung von Fördermitteln notwendig, denn die Gemeinde kann dieses Vorhaben finanziell nicht allein stemmen. Da es beim vom Bund angekündigten Kitaförderprogramm keine Bewegung gab, wandte sich Beate Meißner am 18. Mai in einem dringlichen Brief an die Thüringer Infrastrukturministerin Birgit Keller. In Ihrem Zuständigkeitsbereich erhofften sich beide passende Fördermittel auf Landesebene.

Und diese Anfrage fruchtete, denn bereits am 2. Juni konnte die Gemeinde einen Förderantrag beim Meininger Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung stellen. Laut Antwort des Ministeriums auf Meißners Schreiben ist das Vorhaben im Rahmen der Förderung von Einrichtungen für lokale Basisdienstleistungen grundsätzlich förderfähig und wird dort nun inhaltlich geprüft. Sofern das Bauvorhaben als dringlich eingestuft wird, kann nun auch ein vorzeitiger Baubeginn genehmigt werden. „Das sind wirklich erfreuliche Nachrichten, denn so kann nun schnellstmöglich mit dem Neubau begonnen werden“, so Meißner. Nur für die Außenanlagen bräuchte es dann noch weiterer Fördermittel.

Sie ist sich sicher, dass das Geld dabei gut angelegt ist, denn die Lebensqualität im ländlichen Raum steige nicht zuletzt durch die Versorgung mit wohnortnahen Kitaplätzen. „Das A und O für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nun einmal das Wissen, das das eigene Kind in der Nähe und unter guten Bedingungen betreut wird. Das wird hoffentlich auch bald wieder für die Neuhaus-Schierschnitzer Eltern zutreffen“, so Meißner abschließend.