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Meißner begrüßt Lockerung der Stallpflicht für Geflügel

Thüringen lockert ab dieser Woche die wegen der Vogelgrippe erlassene landesweite Aufstallung für Geflügel. „Ich bin erleichtert, dass unser Landkreis bisher von Ausbrüchen der Geflügelgrippe verschont geblieben ist“, sagt die Sonneberger Wahlkreisabgeordnete Beate Meißner. „Daher ist die Lockerung der Stallpflicht für unseren Landkreis nachvollziehbar und begrüßenswert. Alle Betroffene dürfen jetzt aufatmen.“ Als Mitglied des zuständigen Landtagsausschusses für Soziales hatte sich die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion für eine parlamentarische Befassung mit diesem Thema stark gemacht und auch im Rahmen einer mündlichen Anfrage an die Landesregierung für eine Lockerung geworben.

Der Erlass bedeutete für derzeit 7.000 Rassegeflügelzüchter in Thüringen und wohl für nochmals so viele Kleintierhobbyhalter, dass sie ihre Tiere in den Ställen lassen mussten. Dies wiederum führte zu einer klaren Verschlechterung der Lebensbedingungen für die Tiere – gerade zum jetzigen Zeitpunkt, wo die neue Aufzuchtperiode für viele beginnen sollte. Viele Betroffene seien daher auf Beate Meißner zugekommen: „Als Abgeordnete eines ländlich geprägten Wahlkreises weiß ich, dass die landesweite Stallpflicht die Rassegeflügelzüchter und alle Kleintierhobbyhalter sehr belastet. Nicht zuletzt litt darunter das Tierwohl, da die Freilandhaltung für eine artgerecht Haltung unverzichtbar ist.“ Nur wenige Züchter verfügten über ausreichend große Ställe, in denen sie die Tiere längerfristig einsperren können. Daher seien Züchter gezwungen gewesen, ihren Bestand zu reduzieren. „Und wenn die Zuchttiere weg sind, fragen sich die Betroffenen, ob sie überhaupt noch einmal mit der Zucht beginnen oder ganz aufhören“, so Beate Meißner. Das sei eine Katastrophe für den ländlichen Raum, wo die Zucht und Haltung von Geflügel eine lange Tradition haben, aber auch für die Erhaltungszucht von Aussterben bedrohter Rassen.

Komplett im Stall bleiben müssen Tiere jetzt nur noch in den besonders gefährdeten Kreisen Greiz, Gotha, Sömmerda und Unstrut-Hainich sowie in der Stadt Erfurt. Thüringen hatte sich am 30. Januar 2017 entschlossen, die landesweite Aufstallung von Hausgeflügel anzuordnen. Auslöser für die Maßnahme waren der erste Geflügelgrippefall in einem Hausgeflügelbestand und zahlreiche Wildvogelfunde mit Nachweis des Geflügelpest-Erregers auch außerhalb der nach ornithologischen Gesichtspunkten festgelegten Risikogebiete.