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Neuhaus-Schierschnitz als neues Grundzentrum

Neuhaus-Schierschnitz möchte im kommenden Landesentwicklungsplan (LEP) 2025 als Grundzentrum eingestuft werden. Den Antrag der Gemeinde unterstützt auch die Landtagsabgeordnete Beate Meißner. Mit einem Brief wandte sie sich an das zuständige Ministerium und lud Ministerin Keller zu einem Vor-Ort-Termin in die Gemeinde ein.

Grundzentren sind Orte, die in der Fläche die Versorgung für die Bevölkerung garantieren. Die CDU setzte sich deshalb bereits erfolgreich dafür ein, die Anzahl der Grundzentren im aktuellen LEP nicht auf die Hälfte zu reduzieren. Meißner dazu: „Der Sinn unseres Thüringer Zentrale-Orte-Systems ist es, der Bevölkerung auch im ländlichen Bereich Grundversorgungsangebote bereitzustellen. Das vorhandene Angebot in der Fläche sollte deswegen nicht zugunsten höher gestufter zentraler Orte ausgedünnt werden. Im Gegenteil: wenn die Voraussetzungen stimmen, spricht nichts dagegen, weitere Gemeinden zu Grundzentren hochzustufen. Und bei Neuhaus-Schierschnitz lohnt eine neue Bewertung.“ Neben Schalkau und Steinach wäre die Gemeinde das dritte Grundzentrum im Landkreis Sonneberg.

Grundzentren müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Hier sieht Meißner Neuhaus-Schierschnitz „sehr gut aufgestellt“. Dazu gehören die  Funktionserfüllung, Erreichbarkeit, Einwohnerzahl und weitere Kriterien in den Bereichen demografische Entwicklung und Arbeitsplatzzentralität. Die Daseinsvorsorge mit überörtlicher Bedeutung insgesamt sei mittlerweile vor allem aufgrund der zahlreichen Einpendler in das breit aufgestellte Industriegebiet und der überdurchschnittlichen Nutzung aller Dienstleistungen durch die benachbarten Gemeinden, insbesondere aus dem Bayerischen Raum, gegeben.

Meißner fordert deshalb vom zuständigen Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft  eine Begutachtung einer neuen Einstufung zum jetzigen Zeitpunk. Damit sich die Hausspitze selbst ein Bild vom Potenzial der Gemeinde machen kann, lud die Abgeordnete sie kurzerhand zu einem Vor-Ort-Besuch ein.

Bei dieser Gelegenheit bat sie außerdem um einen Termin im Zusammenhang mit den Bestrebungen der Kreisstadt Sonneberg und dem Bayerischen Neustadt für ein gemeinsames Oberzentrum. „Nach der Ablehnung des länderübergreifenden Oberzentrums durch das zuständige Thüringer Ministerium, möchte ich die Ministerin oder ihren Staatssekretär vor Ort davon überzeugen, wie erfolgreich die beiden Nachbarstädte zusammen gewachsen sind“, so Meißner abschließend.