engagiert von Anfang an

Spende für Aktionswoche „Kinder aus Suchtfamilien“

Seit fünf Jahren verzichtet die Landtagsabgeordnete Beate Meißner (CDU) auf den Versand von Weihnachtsbriefen und spendet den dafür vorgesehenen Geldbetrag für ein soziales Projekt. Einen symbolischen Scheck in Höhe von 150 Euro erhielt heute das Netzwerk „Frühe Hilfen und Familienhebammen“ des Landratsamts Sonneberg. Es beteiligt sich 2020 an einer bundesweiten Aktionswoche, um vergessenen Kindern eine Stimme zu geben.

Geschätzt jedes sechste Kind muss in Deutschland im Schatten der Sucht aufwachsen. Das sind ca. 2,6 Millionen Kinder, wobei die Dunkelziffer weit höher liegt. Betroffene Kinder müssen viel zu früh für sich und oftmals Geschwister Verantwortung übernehmen, Ängste und Druck aushalten. Sie können nicht mehr nur Kind sein. „Egal ob Alkohol- oder Drogensucht, die Familien und im Besonderen die Kinder leiden mit. Kinder aus suchtbelasteten Elternhäusern hüten das „Familiengeheimnis“, um den Eltern nicht zu schaden. Gerade deswegen ist es enorm wichtig, aufmerksam zu machen, Vertrauen zu schaffen und den Kindern eine Stimme und Halt zu geben“, so die Sonneberger Abgeordnete.

Für die gesunde Entwicklung dieser Kinder sind erwachsene Vertrauenspersonen außerhalb der Kernfamilie von großer Bedeutung. Das können Lehrer, Großeltern, Trainer in Sportgemeinschaften und viele andere sein. Diese Kinder benötigen besonderen Schutz und ihre Eltern wirksame Unterstützung.

Leider ist in unserem Alltag das Thema „Sucht“ immer noch ein Tabuthema. Man spricht nicht darüber. Genau hier setzt die bundesweite Aktionswoche, die vom 3. bis 23. Februar 2020 im Landkreis Sonneberg stattfindet, an. Initiiert wurde das Gemeinschaftsprojekt, welches es schon seit 11 Jahren gibt, von der NACOA Deutschland e.V. Berlin und dem Verein Such(t)- und Wendepunkt e.V. Hamburg. Informative Fachveranstaltungen, Projekttage, Spiel- und Bastelaktionen und vieles mehr sollen die Möglichkeit schaffen, diese besondere Thematik viel stärker in das Bewusstsein unserer Gesellschaft zu rufen, aufmerksam zu machen.

Im Rahmen der Aktionswoche sollen auch Kinderbücher an Kindergärten und Schulen im Landkreis Sonneberg übergeben werden, um leichter zu dieser sensiblen Problematik ins Gespräch zu kommen. Durch die Spende von Beate Meißner können nun mehr Bücher als bisher geplant angeschafft und kostenfrei verteilt werden. „Ich freue mich sehr dass das Netzwerk „Frühe Hilfen, Familienhebammen und Kinderschutz“ im Landratsamt Sonneberg sich an dieser Aktion beteiligt und sehe die Spende in guten Händen. Gleichzeitig möchte ich alle Menschen, denen Kinder aus Suchtfamilien am Herzen liegen, einladen hier mitzumachen, die Veranstaltungen zu besuchen und sich auf die eine oder andere Weise einzubringen.“, so die Sonneberger Landtagsabgeordnete bei der Spendenübergabe.

Diesen Anlass nutzte die Sozialpolitikerin auch, um den vielen Fachkräften und Ehrenamtlichen, die sich für Kinder und deren suchtbelastete Familien engagieren, für ihr großes Engagement zu danken. Für Fragen stehen vom Kreisjugendamt Sonneberg Carolin Engelbrecht, Netzwerkoordinatorin „Frühe Hilfen“, Tel. 03675/871269 und Caroline Wohlleben, Erzieherischer Jugendschutz, Tel. 03675/871318 zur Verfügung.

13.12.2019

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