engagiert von Anfang an

Unterstützung für mehr Kita-Plätze in Neuhaus-Schierschnitz

image2Den Ausbau der Betreuungsplätze in Kindertagesstätten voranzutreiben hat sich die Landtagsabgeordnete Beate Meißner seit Beginn ihrer Tätigkeit auf die Fahnen geschrieben. In ihrem Wahlkreis gibt es derzeit besonders in der Gemeinde Neuhaus-Schierschnitz einen Engpass. So hatten sich zunehmend Familien auch an die Abgeordnete gewandt. Zur Lösung dieses Problems gab es kürzlich gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Meusel ein Treffen in der Kindertagesstätte „Wurzelzwerge“. Ebenso anwesend waren dabei die Fachberaterin Gabriele Naundorf und Doreen Oekler vom Landratsamt Sonneberg, Frau Exel seitens des Deutschen Roten Kreuzes als Träger, die Einrichtungsleiterin Yvonne Haker sowie die Bauamtsleiterin der Gemeinde, Steffi Standke.

image1In Neuhaus-Schierschnitz war man in den vergangenen Jahren nicht untätig. Bereits 2008 gab es für die Einrichtung einen Anbau, durch welchen zwei zusätzliche Räume sowie ein Mehrzweckraum geschaffen wurden. Aufgrund zusätzlich benötigter Plätze musste letzterer zwischenzeitlich aber als zusätzlicher Gruppenraum genutzt werden. Diese Nutzungserlaubnis läuft Ende 2018 aus. Mit derzeit 118 Plätzen kann die Gemeinde dennoch den Bedarf an Plätzen nur zu 75 Prozent decken und liegt damit an letzter Stelle im Landkreis Sonneberg. Die Dringlichkeit des Problems verdeutlicht zudem eine Warteliste von 13 Kindern.

Dies liege nicht nur an der gestiegenen Geburtenzahl, die im Jahr 2016 bei beachtlichen 25 Kindern lag. „Auch die Abschaffung des Landeserziehungsgeldes durch die rot-rot-grüne Landesregierung im letzten Jahr trägt dazu bei, dass vermehrt Familien auf eine Betreuung ihrer Kinder im Kindergarten ab dem ersten Lebensjahr angewiesen sind. Doch was nützt den Familien das geplante kostenfreie Kita-Jahr, wenn es nicht ausreichend Plätze gibt?“, fragt Sozialpolitikerin Meißner.

Deswegen wolle sie helfen in Neuhaus-Schierschnitz neue Plätze zu schaffen. Für sie als Wahlkreisabgeordnete bedeutet dies Fördermittel zu erschließen, denn die Gemeinde kann dieses Vorhaben finanziell nicht allein stemmen. Mittel könnten aus dem vierten Investitionsprogramm des Bundes „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017-2020“ kommen. Laut Meißner sollen damit bundesweit 100.000 zusätzliche Plätze für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen werden. Mit dem vom Bundeskabinett am 14. Dezember beschlossenen Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung wird das im Jahr 2007 vom Bund eingerichtete Sondervermögen um 1,26 Milliarden Euro aufgestockt. 2017 werden Bundesmittel in Höhe von 226 Millionen Euro und in den Jahren 2017 bis 2020 jährlich 300 Millionen Euro bereitgestellt. Thüringen wird hiervon 28,6 Millionen erhalten. Meißner dazu: „Ich begrüße sehr, dass mit diesem Programm auch die Qualität der Betreuungsangebote weiter verbessert werden kann, indem insbesondere auch solche Investitionen förderfähig sind, die der Bewegungsförderung, der Gesundheitsversorgung, der Umsetzung von Inklusion oder der Familienorientierung dienen. Bund und Land müssen daher zügig die Rahmenbedingungen zum Mittelabruf schaffen und ich werde die Gemeinde Neuhaus-Schierschnitz bei einem entsprechenden Antrag unterstützen“.

Notwendig dafür ist auch eine Priorisiering des Vorhabens durch den Landkreis. Dies stellten die anwesenden Vertreterinnen des Jugend- und Sozialamtes in Aussicht. Auch der Träger der vorhandenen Einrichtung befürwortet eine weitere Zusammenarbeit. Ob es sinnvoll ist, das vorhandene Gebäude erneut zu erweitern oder an einem neuen Standort großzügigere Bedingungen zu schaffen, habe der Gemeinderat zu entscheiden. „In Zeiten knapper Kassen sollten finanzielle Investitionen aber nachhaltig sein. Ein Neubau würde langfristig die Möglichkeit für weitere Plätze bieten und nicht zuletzt durch mehr Platz im Innen- und Außenbereich an beiden Standorten pädagogischen Spielraum für alle schaffen“, so Beate Meißner abschließend.